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jugendfest.de - Literaturecke: BERICHT

Alles ist möglich!

Es war an einem Samstagmorgen, schon fast Mittag. Rucksäcke auf zwei Beinen waren auf den Straßen unterwegs und hatten alle dasselbe Ziel. Das Gemeindezentrum Pirna- Copitz. Dort fand der Eröffnungsgottesdienst zum Ju.Kon on Tour statt. Ju.Kon on Tour ist eine feine Erfindung. Jugendliche sind unterwegs in fremden Landen und lernen sich kennen. Zum Inventar gehören Pfarrer, Gemeindepädagogen, der Jugendwart und unverzichtbar die ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Erste Hürde: Alle Gottesdienstbesucher müssen durchs Nadelöhr, auch das Kamel. Zweite Hürde 170 Leute und ihr Gepäck und ein Rollstuhl müssen sich auf drei Busse so verteilen, dass die Achsen nicht brechen. Abfahrt pünktlich, die Fahrt läuft einwandfrei, es geht Richtung Berlin, ich bekomme nichts mit, ich schlafe.
Angekommen im Freizeitheim Hirschluch, das uns optimale Bedingungen bietet, wird ausgepackt und beschnuppert. Essen gibt’s, welch ein Genuss, pünktlich, regelmäßig und reichlich. Dieser Zustand ist mir nahezu völlig fremd. Eine Woche lang werde ich diesen geregelten Tagesablauf genießen dürfen. Zweiter Tag. Erster Input ist die Morgenandacht von verschiedenen Ehren- und Hauptamtlichen. Und dann gibt’s Frühstück. Der Vormittag wird den Geist füttern und das Mittag den Körper. Soviel Passion, da muss eine Aktion hin und da kommen die Kreativangebote ins Spiel. Dreizehn gibt es an der Zahl. Hier bestätigt sich: die Jugend ist besser als ihr Ruf. Kreative kluge Köpfe, die sich produzieren auf gepflegte Art und Weise. Mein Opa wäre begeistert. Alles Mögliche konnte gemacht werden. Holzbasteleien, künstlerische Malerei und Grafik, musikalische Ertüchtigung in Gospel, mit Gitarre und Blechblasinstrumenten, Gesellschaftsspiele, Denksport, Tanz, Jonglage, Geocash, fotografieren und nachbearbeiten, Theater, Intercrosse… alles das war möglich und da ließ sich auch für jeden was finden.
Alles ist möglich! Das Motto des Ju.Kon on Tour wirft seinen Schatten weit voraus und sollte nicht zu viel versprechen. Musik gab es von einer wundervollen Band. Dankenswerterweise von Torsten und Christoph ins Leben gerufen und angeleitet, präsentierten sich „Ju.Beat“ und wurden beklatscht. Sie verfeinerten musikalisch die Vormittagsthemen und hatten ihren Höhepunkt mit ihrem Konzert. Es ließ die Herzen höher schlagen und so mancher hat an jenem Abend sein Liebesglück gefunden. Ja, alles ist möglich. Auch thematisch ist alles möglich. Opferschutz, Täterschutz, Wunder und Heilung, Umkehr und Demut, Soziale Kompetenz und Ordnungsliebe waren Themen, die beackert wurden bis die Köpfe rauchten. Spannende Ergebnisse wurden präsentiert und weckten Verwunderung und Begeisterung gleichermaßen. Um den Tag mit dem Abend sauber ausklingen zu lassen, fand sich jeden Tag ein anderes Programm. Wir haben zusammen in der großen Gruppe einen wundervollen Film geguckt, einen Abend mit der Gemeindegruppe und einen mit der Projektgruppe verbracht. Das Konzert an einem Abend erwähnte ich schon.
Da wir ja in Berlinnähe residierten und wir auch gern mal über den Tellerrand gucken, war natürlich ein Tagesausflug in die Hauptstadt im Programm. Kulturelle Angebote waren die Gedenkstätte für die Opfer der Staatssicherheit der DDR, das Jüdische Museum und das Pergamonmuseum. Museen rufen bei den wenigsten Jugendlichen Begeisterungsausbrüche hervor. Doch wenn sie das Museum einmal betreten haben, lassen sich viele mitreißen. Man sieht: „Alles ist möglich“.
Zum Ende der gemeinsamen Zeit gibt es in alter Tradition den Abschlussabend. Die Projektgruppen können jetzt zeigen, was sie wirklich drauf haben. So entsteht ein bunter Abend, voll von Genuss für Augen und Ohren. Es ist wirklich traurig, dass das schon der letzte Abend war, den wir alle gemeinsam verbringen sollten. Aber zum Glück hatten wir noch einen Vormittag. Zeit, Handynummern und Adressen zu tauschen. Der letzte Vormittag bot verschiedene Stationen der kreativen und meditativen Entfaltung und ging leider viel zu schnell rum. Abgeschlossen mit einem Gottesdienst und dem letzten gemeinsamen Mittag in dieser großen Runde ging es mit den Bussen wieder heimwärts. Wie auch auf der Hinfahrt übermannt mich die Müdigkeit und ich schlummere, bis wir in Pirna eintreffen und von den wartenden Eltern und Partnern begrüßt werden. Es war ein schöner Ju.Kon on Tour.

Liebe Grüße, der Jakob


Dies ist ein Text aus dem GUCKLOCH.

Von: redaxion, 07.04.2009, 10:20.
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