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jugendfest.de - Literaturecke: BERICHT

...von Genf bis heute

Bonjour les amis!

Nachdem die ganze Woche über tolles Wetter war, die Sonne schien und ich sogar ohne Jacke draußen herumgelaufen bin, freute ich mich schon sehr aufs Wochenende und meinen Trip nach Genf. Doch aus dem schönen Wetter wurde dann leider nichts. Zum Frühstück gabs zu allererst Müsli und dann suchte ich mir eine Route für meine Tour heraus, auf der ich möglichst viele curiosités (Sehenswürdigkeiten) ansehen und fotographieren wollte. Florence hatte in meinem Schreibtisch viel Prospekte gelegt und so konnte ich mir das beste heraussuchen. In Sergy kommt nur aller einer Stunde ein Bus, so musste ich pünktlich sein. In meinen Mantel eingepackt und sogar mit Schal (es war sehr bewölkt), klapperte (jaja….die Schuhe *hihi*) ich los (wurde auf dem Weg noch von einem Hund angefallen – wieso auch nicht, ich bins ja langsam gewohnt) und dann kam auch schon der Bus. Ich stieg ein und fragte den Busfahrer nach dem Ticket, doch er deutete nur auf einen Automaten im Bus, wie wir ihn auch in Deutschland in den Straßenbahnen finden. Eine Fahrt nach Genf kostete mich 3,60€ (4,80 CHF), das war nicht gerade teuer. Mit dem Bus fuhr ich eine halbe Stunde (unter anderem auch über die Grenze) bis nach Blandonnet, wo ich schließlich noch einmal umsteigen musste (in eine Tram), diese fuhr ebenfalls noch einmal 15 Minuten. Dann erreichte ich Genf (Gare Cornavin, sowas wie die Zentralhaltestelle). Ich stürzte gleich los und folgte der großen Menge, als ich auch schon auf die erste Kirche stieß. So legte ich also los und fühlte mich wie ein echter Tourist – Fotos schießen ohne Ende. Eine Kirche hier, ein Tempel da… es gab viel zu sehen und so wurde ich nicht müde. Ich überquerte den Genfer See und genoss die Aussicht. Überall sah man riesige Gebäude (zB. Dresdner Privat Bank *hihi*) und Schaufenster mit den teuersten (schweizer) Uhren. Rechts und links vom Arm des Genfer Sees sah man nur riesige Bauten und in der Mitte war die Idylle mit den Schwänen und dem Hafen. An der „Blumenuhr“ quatsche ich erstmalig eine Madmoiselle an, aber ich staunte nicht schlecht, als sie mir nur auf Englisch erwiderte. Ja so ist das in einer Weltstadt, man besucht das Land, um Französisch zu sprechen und dann versteht einen keiner ;) Zumindest bekam ich mein erstes Foto (mit mir drauf). Danach folgte ich der langen Promenade entlang des Sees am Hafen, um zur Wasserfontäne zu gelangen. Mitten im See sprühte das Wasser nur so heraus und ich brauchte davon natürlich auch ein Foto. Da es jedoch sehr bewölkt war, sah man das Schauspiel gar nicht richtig und so bleibt mir wahrscheinlich nichts erspart und ich werde noch einmal hin reisen und das ganze mit blauem Himmel genießen. Langsam wurde ich hungrig und es wurde auch etwas frisch, sodass ich nach etwas essbarem suchte. Nunja, am See wollte ich nicht speisen, da die Restaurants teurer sind als normal, aber auch als ich ins Innere der Stadt zurückkehrte, wurden meine Augen beim Anblick der Preise der Pizzerias riesig (ca. 10€ für eine Magaritha…) so beschloss ich, weiter herum zu laufen und alles anzusehn, was wir über den weg „lief“. Am Platz Jargonnant entdeckte ich eine Art Einkaufszentrum und ich stürzte mich ins nächstbeste Stehrestaurant (…naja es war „Subway“-ähnlich) und bestellte mir bei dem netten Angestellten ein heißes Sandwich mit Schicken, Käse, Tomaten u.a., dazu eine 0,5 l Cola….und das alles für schlappe knapp 11€. Wenigstens bin ich richtig satt geworden, das hat mich über den Preis hinweg getröstet und man gönnt sich ja sonst nichts ;) Anschließend schaute ich mich im Einkaufszentrum um und konnte erleichternd feststellen, dass H&M und andere Klamotten-Läden auf die deutschen Preise zurückgriffen. Doch zum Shoppen blieb keine Zeit. Trotz allem ist zu erwähnen, dass auch Deichmann seinen Platz gefunden hat, nur heißt es hier in der Schweiz „Dosenbach“. Zurück auf der Straße bestaunte ich weiter die viele Kirchen und Kathedralen. Daran mangelte es hier nicht und wo Platz war, baute man anscheinend eine Kirche hin, sodass man schon mal zwischen einfachen Wohnhäusern in der Altstadt auf jene stoßen konnte. Ich traute mich sogar in eine Chocolaterie und meine Augen konnten sich an den vielen leckeren Kleinigkeiten nicht satt sehen, ich konnte mich jedoch beherrschen und verabschiedete mich mit einem netten „Au revoir“ bei der sichtlich enttäuschten Verkäuferin. Ich entschloss mich, nach den 5 Stunden Fußmarsch langsam nach Hause aufzubrechen, wollte jedoch noch die Universität aufsuchen. So schlenderte ich über einen Platz („Place de Neuve“) und musste schmunzeln. In einem Park, der sich eben dort befand, spielten ältere Männer (… im Sinne von 50 und älter :D ) Schach, Dame, Mühle…- jedoch waren die Spielsteine etwa 70cm hoch und man musste sie tragen bzw. mit dem Fuß schieben. Der Anblick war herrlich. Nach Betrachten des Theaters und des Konservatoriums lief ich eilig zur Universität (ich wollte die nächste Tram nach Hause schaffen, es war schon wieder tewas frisch geworden und die Füße taten langsam weh). Dort wurde ich jedoch enttäuscht. Die Uni war nicht sehr groß und rosa angemalt…Bei Gelegenheit werde ich wohl nicht drum herum kommen, auch diese noch einmal von Innen zu betrachten. Als ich mir an der Tram mein Ticket kaufen wollte, bekam ich natürlich kein Rückgeld. Hat man kein Kleingeld, dann hat man Pech. Ich freute mich, endlich wieder im warmen zu sitzen. Als ich dann in Sergy ankam, dämmerte es schon. Florence überraschte an diesem Abed mit Raclette und so konnte ich mich von meiner Reise stärken. Genf ist auf jeden Fall einen Ausflug wert – für mich sogar noch einen.

Am Sonntag war dann wieder schlechtes Wetter und so verbrachte ich viel Zeit mit Fernsehen (geht ja bekanntlich auch über Laptop). Ein richtiger Gammeltag, abends regnete es (ohhh… an meinem Dachfenster klingt das so toll, fast wie im Wohnwagen, wenn es regnet.) und ich hatte richtig Zeit mich auszuruhen. Mittags gab es, man staunt: Sauerkraut und Wurst :D und abends zwei Hamburger von dem ich natürlich nur einen schaffte. Also durchgefüttert werde ich hier super, Fleisch gibt es jeden Tag, aber damit ich nicht zunehme, halte ich die Hauptmahlzeiten ein.

Der heutige Tag trug dazu bei, dass ich auch sportlich fit bleibe ;) Nachdem ich wieder 2 Stunden gebügelt hatte, holte ich Julie von der Schule ab, lernte dabei auch ein anderes (deutsches) Aupair kennen, mit ihr werde ich wohl mal etwas unternehmen. Die Kinder haben hier bis 16.30 Uhr Schule (dafür beginnen sie erst 8.30 uhr und haben mittwochs frei). Danach beschäftigte ich die Kleine und ihre Zwillingsfreundinnen von gegenüber. Sie dürfen nicht allein Rad fahren und so kam ich mit – zu Fuß. Oh man… irgendwie tut joggen doch manchmal gut, wenn man eine Aufgabe hat, schließlich musste ich immer auf die Kiddies aufpassen und Kommandos geben (Ich war der Chef!). „Ta jeune fille est trés sportive“ meinte eine der Zwillinge zu Julie (Dein Aupairmädchen ist sehr sportlich). Na das hört man gern ;)

Morgen geht es 7.30 Uhr los, die Kleine wecken und für die Schule fertig machen. Hach… es macht Spaß, ich werde gut behandelt. Der Mittlere (Nicolas) ist etwas schwierig, der Große sehr eigenständig (er spielt Schlagzeug, Fußball etc.),aber am Donnerstag werde ich ein bisschen mit ihm deutsch sprechen üben. Mittwoch fahre ich nach Thoiry, da gibt es viele magazins (Geschäfte) und vielleicht ist es etwas preiswerter als in der Schweiz…

Amicalement!


Diesen Text hat franzimaus als Frankreich/Schweiz-Korrespondent geschrieben.

Von: franzimaus, 14.03.2011, 23:40.
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