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Mein Besuch in Lausanne

Coucou!

Alles klar in Deutschland? Mir geht’s immer noch sehr gut, doch die Tage sind so gut wie gezählt… Mein Wochenende in Lausanne war teilweise echt wunderschön. Alles begann am Samstag mit dem Weckerklingeln 7.15 Uhr. Schnell gefrühstückt und alles zusammengepackt stand ich pünktlich 8 Uhr an der Bushaltestelle, wo auch schon Julia wartete. Mit dem Bus fuhren wir bis nach Genf an den Bahnhof. Ich lernte Elisa kennen, ein finnisches Aupair, Julia und sie waren befreundet und sie konnte sehr gut französisch sprechen – das ganze Wochenende sprachen wir übrigens ausschließlich französisch! Die Bahn von Genf nach Lausanne brauchte 33 Minuten ohne Zwischenhalt. In Lausanne angekommen suchten wir als erstes das Hostel auf, was wir auch gleich auf Anhieb fanden. Wunderschön sah es aus, mit Balkonen, einem kleinen Garten und das alles mitten in der Innenstadt von Lausanne! Einchecken konnten wir erst 15 Uhr, aber unsere Sachen durften wir trotzdem da lassen und so etwas leichter die Stadt erkunden. Auch eine Transportkarte für Busse und Métro von Lausanne bekamen wir kostenlos dazu. An diesem Tag hieß es dann „Auf in die Menschenmassen“. Es war Samstag, die Einkaufsgassen waren voll und überall sah man kleine Marktstände, Musiker und Bettler. Es war recht teuer – aber mittlerweile war ich das von der Schweiz ja gewohnt. Ich hatte Lust auf viel Sightseeing, doch die Mädchen wollten in teuere Klamottengeschäfte und so versuchten wir beides zu vereinen. Als zukünftige Patentante verschlug es mich eher in die Babygeschäfte, als in Zara & Co. Außerdem hielt ich Ausschau nach kleinen Souvenirs, wurde aber nicht so recht fündig. Man muss dazu sagen, dass Lausanne echt hügelig ist, es war mehr ein wandern als gehen ;) Als wird dann schließlich auf dem „Berg“ angekommen waren, sahen wir eine riesige Kathedrale, die „Kathedrale von Lausanne“. Wunderschön und das mit einem Blick über die gesamte Stadt. So kam auch ich mit meinen Wünschen langsam auf meine Kosten. Der Blick von dort oben war wirklich Wahnsinn, man konnte über die Altstadt bis zum Genfer See schauen. Bei einer heißen Schokolade (die andren beiden tranken Kaffee – wie eigentlich den ganzen Tag) und einem leckeren Baguette bei Starbucks ließen wir den Nachmittag ausklingen, bevor wir wieder zum Hostel gingen. Dort erwartete uns schließlich ein winziges Vierbettzimmer, mit zwei Doppelstockbetten, einem großen Fenster und einem Papierkorb. Das Bad war auf dem Gang und wir hatten leider keinen von den schönen Balkonen :( Dafür eine „Mitbewohnerin“, eine Kanadierin, die in Paris arbeitet und wie wir einen Ausflug nach Lausanne machte. Zu Abend aßen wir in der Küche im Hostel, wo man sich selbst seine Sachen kochen konnte. Schließlich machten wir uns noch einmal auf in die Stadt, Elisa und Julia wollten einen Club oder eine Bar ausfindig machen, die sie zur Nacht besuchen wollten. Im Hostel zurück, warfen sie sich in Schale (ich war geschafft vom Tag) und dann gingen wir wieder in die Lobby vom Hostel und spielten Uno. Das war sehr lustig, Elisa verlor immerzu und die beiden tranken viel Alkohol (Wein, Bier,…), aber ich faste ja… Gegen 23Uhr machten sie sich dann auf den Weg, ich las noch ein wenig Buch und ging dann zu Bett. Als ich um fünf aufwachte, waren sie noch nicht da, aber gegen sieben hörte ich sie dann. Halb Zehn hieß es dann aufstehen, Elisa hatte noch die Sachen von der Nacht an und dann erzählten sie mir, was sie so gemacht haben… Beide waren tanzen in einem Club für 25€ Eintritt, blieben bis halb 2 und gingen dann mit sechs anderen Jungs in das Hotel der Männer aufs Zimmer, tranken viel Champagner und ließen es sich gut gehen. Nur der Sonntag war dann für beide der Horror, ich war froh, dass ich die Nacht gut geschlafen hatte. Nach einem leckeren petit-déjeuner (Frühstück) mit Croissant, Brötchen, Saft und warmem Getränk liefen wir zum Botanischen Garten, ich schaute mir alles an, während die anderen sich auf einer Bank ausruhten – bei einer Zigarette. Das Wetter war herrlich und die Sicht auch! Am See war es dann echt wunderschön! Auf einem großen Platz direkt am Seeufer und Hafen hatten sich viele Familien versammelt, die Kinder spielten auf den Spielplätzen, die Eltern unterhielten sich bei einer Tasse Kaffee, einem Eis oder in der Crêperie. Ein Schiff legte gerade ab und das bunte Treiben zu beobachten war wirklich ein Genuss. Die Grünanlagen am Seeufer entlang waren sehr gepflegt und so liefen wir bis zum Olympischen Museum, vorbei an dem wohl teuersten Hotel der Stadt. Mitten im Grün befand sich eine Rolltreppe, die den Aufstieg zum Museum erleichtern sollte (genau das Richtige für die zwei müden Mädels). Oben angekommen gelangte man zwischen Springbrunnen und Säulen unter der 2,45 m hoch aufgelegten Hochsprunglatte (Weltrekord d. Männer) zum Eingang des Museums. Im Inneren blühte mein Herz auf. Sport, wie ich es liebe :) Neben zahlreichen Ausstellungstücken von Medaillen, Orden und Eintrittskarten, war die Geschichte sowie weitere Informationen über die Mitglieder des Olympischen Komitees sowie der Sportlich zu erfahren. Im oberen Geschoss befanden sich Ausstellungsstücke zu den einzelnen Sportarten – Spikes, Turnanzüge oder Skischuhe waren da zu finden. Außerdem konnte man über große Leinwände animierte Filme zu den Spielen finden – Eröffnungszeremonien, Siegeskämpfe und Freude sowie Leid beim Sport, beim Verlieren und Gewinnen. Ein Film über die Sieger aus den kleinsten Nationen, über Hoffnung, über „Stop War, Start Tennis“, über den Sport, der Nationen verbindet ging mir total ans Herz…

Nach diesem Besuch im Museum machten wir uns schließlich auf zum Bahnhof, Elisa hatte in der Nacht ihre Transportkarte für die Métro Lausannes verloren, Julia hatte ihr Rückfahrticket nach Genf weggeworfen und musste sich ein neues kaufen. Ich habe vor allem den Sonntag genossen, bin völlig auf meine Kosten gekommen und das Olympische Museum ist für ein Sportlerherz genau das Richtige!

Zurück in Sergy erwartete mich Regen und Wind und eine liebe Familie und mein lieber Freund im Internet ;) . Gestern machte ich endlich ein Familienfoto, Xavier war früh zu Hause und so waren wieder mal alle zusammen, was sonst nur am Wochenende klappt. Heute früh hab ich die Kleine geweckt und sie war so lieb. Ich hab sie zum Wecken gestreichelt und sie hat gar nicht gemeckert oder genörgelt, sie hat super gegessen und sich angezogen und wir haben wieder viel zusammen gelacht. Nun habe ich noch vier Tage, dann geht mein Flieger zurück nach Deutschland… À bientôt aus dem nun wieder sonnigen Sergy!


Diesen Text hat franzimaus als Frankreich/Schweiz-Korrespondent geschrieben.

Von: franzimaus, 29.03.2011, 11:34.
Alle Beiträge von → franzimaus.
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