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jugendfest.de - Literaturecke: TAGEBUCH

Od'kzat

das bedeutet, noch ein bisschen mehr, also zu erzählen.
Worüber ich noch nicht so viel berichtet habe, sind meine Reisen.

Das tolle an Israel ist, dass man es innerhalb eines Jahres nahezu vollkommen erschließen kann.
Heißt: man schafft es, da das Land so klein ist, jeden bekannten Ort einmal aufzusuchen.
hier ein paar eindrücke;

Der See Genezareth liegt zwar in herrlicher Landschaft umgeben von Bergen und grün, leider gibt es in Tiberias, der größten am See gelegenen Stadt aber nicht wirklich viel zu sehen, was einen Tagesausflug etwas witzlos macht.


Die Golanhöhen, in denen ich einmal im Juni wandern war, beeindrucken durch Berge und Weiten, auf dem "Hermon" dem höchsten Berg des Landes liegt auch bis in den Mai hinein Schnee, auf den Hügeln hocken außerdem alte Bunkeranlagen, Überreste des 6-Tage-Krieges.

Eine arabische Stadt nördlich von Haifa ist Akko, hier kann man, wie an so vielen Orten im Land, die Spuren vergangener Zeiten bewundern.
in Akkos Fall: eine Unterirdische Kreuzfahrerstadt die den Besuch zu einer "Entdeckungsreise" machen.

Bis vor einigen Jahren vollkommen Turistisch unerschlossen: Nazareth, südwestlich des See Genezareth. Außer einer Kirche für jede erdenkliche Konfession eine verschlafenen Stadt mit kleinem Markt, doch seit einiger Zeit haben sich Hostels den etwas verschlafenen Charakter zunutze gemacht und bieten arabisches Flair mit gemütlichen Innenhöfen wo kleinen Springbrunnen zum chatten mit den international guest einladen.

Spätestens jetzt wird sich der Leser vorkommen als schmökere er im Reiseführer also Schluss damit.

Das tote Meer ist zwar eine nette Sache, mit dem schweben und so, aber im Sommer kommt das Wasser schon mal auf 35 Grad und das ist dann nichtmehr so die Wellnesserfahrung.
Neben, lokal daneben, dem Toten Meer gibt es aber noch zwei sehenswerte Sachen:
Mazada, die Überreste der Festung Herodes' und Ein Gedi, eine Nationalpark mit Teichen und Wasserfällen zum planschen nach dem Wüstenmarsch. Am Toten Meer war ich jetzt schon fünfmal, weil man da immer hinfährt wenn Besuch kommt (:

Was mich auch noch sehr beeindruckt hat war Mizpe Ramon, eine Ministadt in der Südlichen Wüste, dem Negev, die liegt am Rande eines Kilometerlangen Kraters, da habe ich mit anderen Volontären gezeltet und wir haben den Sternenhimmel genossen, soll bei vielen Israelis sehr beliebt sein für LSD-tripps, auf das keiner über den Kraterrand hinaus falle!

Die beiden exotischsten Orte die ich in diesem Jahr bereiste Waren Ägypten, nebst Sinai und Moses berg und Jordanien.

Beide sind kulturell Welten von Israel entfernt, sucht man einen Bus dann geht man zu einer Person auf der Straße, die nie englisch spricht, sagt den Namen des Zielortes und Autobus und folgt dann den wilden Gestikulationen die den Schwall aufgeregter arabischer Worte begleiten.
Nur ein Beispiel.
In Jordanien Ist Petra, die in Fels gehauene Stadt der Nabathaer die Sehenswürdigkeit schlechthin, auf Eselchen kann man sich von Beduinen durch das bergige Gelände führen lassen (arme Esel!)
Die bis zu 25 Meter hohen Gebäude sind absolut beeindruckend, die Wucherpreise der Beduinen eher nicht, ebenfalls haben wir uns in Madaba ein aus 2,3 Millionen steinen bestehendes Mosaik angeschaut und in Jerasch römische Ruinen, noch größer als in Rom selbst.
Außerdem prangt in Jordanien an jeder freien Fläche ein Bild des heißgeliebten König Abdallah, und da ist für jeden etwas dabei:
Abdallah der Starke: in Uniform
Abdallah der Fromme: mit Muslimischem Tuch über dem Haupte
Und, für den Westen, Abdallah der Moderne: im Anzug mit Diplomatenlächeln.
Kranprinz Hussein, gerade 19 ist zum studieren Außerlandes und muss dann aus Harvard oder so zurück in den Wüstenstaat kehren weil er ja Kronprinz ist.


Nun Zu Ägypten:
Ja, die Lage da ist grade angespannt, aber im Mai, als ich da war hielt sich das noch in Grenzen!
Da das durchqueren des Nordsinai, welcher den Grenzübergang Taba, mit dem Festland und Kairo verbindet, für Ausländer verboten ist, muss an der Küste des Gold von Aquaba bis an den Südsinai gefahren werden.
Dort machen wir eine Sonnenaufgangs-tour auf den Mosesberg, die hat nur Vorteile weil: Man den Berg den man in drei Stunden erklimmen muss nicht sieht, in der Nacht, es noch schön kühl ist, und man am Gipfel erst wenn die Sonne da ist erkennt in was für einer gigantischen
Moment

G I G A N T I S C H E N

Landschaft man sich befindet!
Da hat Mose die 10 Gebote bekommen?
Er hatte einen ziemlich guten Ausblick!

Danach ging es weiter nach Kairo, 9 Stunden, mit dem Bus, durch die Nacht.
Dank eines guten Tipps fanden wir in einem Hostel direkt neben den Pyramiden in Gise (mittlerweile ein Teil von Kairo) eine tolle Unterkunft.
Das Spannende ist hierbei, selbst wenn man alles aus dem Geschichtsunterricht zu Ägypten vergessen hat, wie genau und präzise die Bauherren vor tausenden (mehr als 2 tausend) von Jahren schon geplant und gebaut haben.
Auch den Grabschatz von Tutanchamun haben wir im Ägyptischen Museum gesehen, der ist noch ziemlich gut erhalten!

Kairo als Stadt (21 Millionen Einwohner) ist ebenso beeindrucken wie anstrengend, denn hier teilen sich Autos die Straßen mit Fußgängern, Fahrrädern, Bussen (Bis jetzt soweit so gut)Minibussen, Eselkarren, Mopeds (auf denen Papa Achmed auch mal die 5 Köpfige Familie mitnimmt) Tuck-Tucks (dies Asiatischen Dreiraddinger mit Motor wo man hinten drin sitzt) Taxis und ab und an auch Pferden.
Am allerbesten ist natürlich das Reisen zu Wasser denn mitten durch Kairo fließt der, völlig verdreckte Nil, auf dem man mit Partybooten fahren kann!
Dem Verkehr entsprechend sieht die Luft auch aus: Grau und versmogt, dennoch waren die 6 Tage Ägypten eine wahnsinnig tolle Reise!



Da mein Freiwilligendienst nun offiziell vorbei ist bin ich als Nanny bei einer Familie eingezogen die drei Kinder hat, hier muss ich nun meiner Talente als Entertainerin und Erzieherin unter Beweis stellen, zeitweise arbeite ich noch auf der 'alten' Arbeit mit den Autisten, und manchmal auch in Tel Aviv am Theater.
Im März werde ich mich dann wohl auf machen ins kalte Deutschland.
Bis dahin freue ich mich über Fragen und sage Schalom!



Diesen Text hat kleinexbielatal als Israel-Korrespondent geschrieben.

Von: kleinexbielatal, 12.09.2015, 15:23.
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KOMMENTARE:

Danke für die Einblicke. Und, du kommst erst im März wieder. Schade.
von: gerd am 18.09.2015, 09:18

danke für deinen bericht. ich wünsche dir noch eine schöne und bereichernde zeit!
von: schweiz am 18.09.2015, 19:18


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