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jugendfest.de - Literaturecke: TAGEBUCH

Fastentagebuch Teil 4

02.04. Fasten ist bald zu Ende. Heute sind es genau noch 14 Tage. Am Ostersonntag darf ich dann wieder… und ganz ehrlich, jetzt schaff ich das auch noch. Das hab ich mir ganz fest vorgenommen. In den letzten zwei Wochen will ich nicht noch mal schwach werden.

04.04. Hochwasser ist in Pirna. Und das nicht weit weg von mir. Ich mach mir echt einen Kopf, immerhin sind viele Freunde von mir im Wasser gefangen und kommen nicht mehr raus aus ihren Dörfern. Aber eins ist mir aufgefallen: egal wie weit das Wasser steht, solange es noch nicht in die Kneipen läuft, verkaufen die weiterhin ihre Würstchen und Steaks. Sozusagen machen sie ja Profit mit dem Hochwasser… das ist schon makaber. Man läuft die Dohnaische Straße lang und das Wasser rückt immer weiter rein und begleitet wird man von einem Grillgeruch… nun ja, Pirna halt. :)

12.04. Heute beginnen die Osterferien. Eigentlich mag ich Ostern nicht wirklich. Natürlich weiß ich, dass die Kar-Woche mit der wichtigste Bestandteil im christlichen Kalender ist und mir ist die Wichtigkeit auch bewusst, jedoch kann ich es absolut nicht ab, wenn ab März Milka-, Lindt- und Nestléosterhasen rum stehen. Ich versteh es halt nicht, wie kann man aus der Kreuzigung bzw. Auferstehung von Jesus so eine Konsumveranstaltung machen? Früher war das Ostereiersuchen ja noch ganz lustig, heute kenne ich jedes Versteck bei mir Zuhause, bei den Großeltern und bei Geschwistern meiner Eltern schon auswendig. Und was ich dann aus der Hecke oder der Regenrinne heraushole, weiß ich auch schon.

13.04. Heute Nacht war sehr seltsam… ich bin mir noch gar nicht richtig sicher ob ich es hier niederschreiben soll, aber nun gut. Ich habe diese Nacht wirklich geträumt, dass ich bei der Kreuzigung von Jesus dabei war. Das war schon hart… meine Mutter kam mitten in der Nacht in mein Zimmer, hat mich aufgeweckt und ich war so was von verheult… so richtig kapier ich das immer noch nicht, bin noch total verwirrt. Weiß auch gar nicht woher das kommt, dieses Jahr wollte ich mich erst heute, am Gründonnerstag, noch mal richtig intensiv damit befassen aber anscheinend möchte mein Kopf im Schlaf gerne schon Vorarbeit leisten, das kann er das nächste mal aber stecken lassen, so einen Albtraum hatte ich schon lange nicht mehr.

14.04. Heute war der Jugendgottesdienst in Rosenthal. Nun ja, mal so unter uns, so richtig der Knaller war es ja nicht. Zwar fand ich das Anspiel und die Lieder und alles gelungen, aber die Predigt war doch etwas… „anders“. Ich hätte mir halt für den Gründonnerstag etwas mehr gewünscht. Etwas mehr Tiefgang wäre schon besser gewesen. Danach war ich nur ziemlich hungrig, ja, und was gab’s? Lecker lecker Salamischnittchen… hmm!

16.04. HEUTE WAR ES SOWEIT. Ich durfte wieder jegliche Sorten Fleisch essen! Zum Anlass des Ostersonntags haben wir von Samstag zu Sonntag in der Oase übernachtet bzw. durchgemacht. Es waren viele Leute da, aus der Pirnaer und Copitzer JG. Darunter auch einige, die auch gefastet haben. Schokolade, Alkohol, Fleisch, Süßigkeiten.
Allerdings boten die letzten Stunden zum erlösenden Glockenschlag noch ein kleines Hindernis, auch Grill genannt. Die männlichen Teilnehmer haben lecker Steak und Würste im Hinterhof gegrillt, der ganze Geruch ist in die Oase gezogen. Das war schon hart, noch drei Stunden, noch zwei Stunden… Und dann war es endlich so weit. Endlich durften wir wieder essen, punkt 12 saßen wir fünf oder sechs zusammen an einem Tisch und bissen genüsslich in die Dinge, auf die wir so lange verzichtet haben. JA, es war ein Genuss. Es wurden in zehn Minuten eine Gummibärchenpackung, zwei Tafeln Schokolade, drei Schokoriegel, drei Gläser Wein und drei (kalte) Bratwürste gegessen. „Das große Fressen“ is nix dagegen.

Rückblickend auf die Fastenzeit kann ich sagen: Allein dass ich es geschafft habe, was ich nie gedacht hätte, macht mich super stolz. Klar war es echt eine anstrengende Zeit, zu verzichten oder eingeschränkt zu sein ist wahrscheinlich immer schwer. Jedoch bereue ich nicht, es begonnen zu haben und ich denke, dass ich es nächstes Jahr vielleicht auch wieder tun werde. Ich habe ja in der Fastenzeit nicht nur auf das Fleisch verzichtet, sondern auch mehr gebetet und mich bewusst mehr auf den Glauben konzentriert. Und das hat mir echt gut getan.
Aber noch mal ein ganz fettes Danke an alle, die mich dabei unterstützt haben und mir geholfen haben, dass ich nicht in die Versuchung komme!

Von: senata, 19.04.2006, 11:28.
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KOMMENTARE:

häh...wieso isn dat doppelt! ;)
von: alucard, 19.04.2006, 16:28

Na dann kannste ja endlich wieder Fleisch essen =) *Mampf*
von: delamarck, 19.04.2006, 17:38


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