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Sex vor der Ehe?!
Wie ist das nun eigentlich? Ist man als guter Christ dazu verpflichtet? Nach ausgiebigem Bibelstudium war mein ergebnis, dass Sex in die Ehe gehört. Aber was außerhalb ist, davon kein Wort. Und was hat: Du sollst nicht ehebrechen damit zu tun?
hippiekommune, 14.10.2003


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bibeldibabeldidummdideldei....
ich lese hier andauernd "die bibel sagt" blablabla. ist euch schon aufgefallen, daß wir in einem etwas aufgeklärterem zeitalter leben, als das, in dem dieses buch geschrieben wurde? seit gutenberg bekommt auch der durchschnittsalphabet mehr bücher als nur dieses eine in die hand. da relativiert sich dann auch einiges.

die bibel ist ein buch voller weisheit und guter ansätze, aber voller märchenhafter erzählungen. das geben auch theologen auf anfrage gern zu!

gerade ein thema wie sex vor oder in der ehe läßt sich meiner meinung nach nicht nur auf grundlage der bibel diskutieren.

denkt mal daran, mit welchem wissenschaftlichen- und lebenshorizont dieses buch geschrieben wurde. in zeiten in denen es nur einen vorgezeichneten lebenslauf, nur eine wahrheit und viele andere höchst fragwürdige dinge gab. dinge wie gleichberechtigung kennt die bibel z.b. auch nur in zarten ansätzen.

abgesehen davon haben WIR es heute mit einer fülle vollkommen anderer lebensentwürfen und -möglichkeiten zu tun, auf die die bibel keine, oder nur ansatzweise, antiquierte antworten geben kann. welche bibelstelle will man denn beim thema "sex und gender" ins feld führen?

der in diesem buch vorgeschlagene lebensverlauf ist heute nur einer von vielen. und ich finde es toll, nicht mehr heiraten zu MÜSSEN und lebenspartner selbst wählen zu dürfen.

guckt doch einfach mal über den tellerrand!

dasklischee, 28.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 16/94

jein
1. Ich denke schon, daß wir in einem aufgeklärteren Zeitalter leben. Das heißt aber noch lange nicht, daß sich im selben Maße wie das Wissen auch die Moral/Ethik entwickelt hat. Sonst dürfte es ja (zumindest bei uns) keine Kriege ... mehr geben! Und man muß ja Altes nicht deshalb verwerfen, nur weil es alt ist!

2. Es kann schon sein, daß Theologen (Bibel-Theoretiker sozusagen) zugeben, daß die Bibel voll märchenhafter Erzählungen ist. Für mich als Christ sind das aber keine Märchen sondern Berichte darüber, was Menschen mit Gott, der größer ist als unser Denken und Verstehen, erlebt haben (kurz: Wunder)! Und es steckt meines Erachtens in der Bibel viel Lebenserfahrung, die sich über Hunderte von Jahren bewährt hat.

3. Natürlich heißt das für mich nicht, daß ich nun alles blindlings (d. h. wortwörtlich) hinnehme, was in der Bibel steht; aber: die Bibel kommt für mich schon als Diskussionsgrundlage in Frage (auf alle Fälle eher als die "Bravo" und andere nette Ratgeber).

4. Ich gebe dir recht, es ist toll, nicht mehr heiraten zu müssen und den Lebenspartner selbst wählen zu können. Ich finde es aber noch toller, heiraten zu dürfen (und das "bis der Tod uns scheidet") und damit nicht nur einen Lebensabschnittsgefährten zu haben, wo ich nie weiß, wie lange ich mit dem noch zusammen bin und wann dieser Lebensabschnitt zu Ende geht.

evi, 28.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 17/94

Gut gebrüllt, Löwe
Zunächst Danke für deinen Aufschrei! Du hast schon recht es gibt irre viele Bücher und Meinungen auch zum Thema Sex etc. Oder wie die Bibel sagt: Des Bücherschreibens ist kein Ende. Aber leider, leider ist die Bibel ein etwas anderes Buch. Es ist ein Buch, durch das Gott mit uns redet - mit jedem der lesen kann, will und auch zuhören und verstehen will.

Mir, für mein Leben als Christ und auch als Theologe, begegnet in der Bibel Gottes guter Wille für ein glückliches und erfülltes Leben. Ich habe bisher nichts besseres gelesen, nichts, was mir mehr Halt und Freude gebracht hat - ehrlich. Natürlich kommen nicht alle Themen unserer Zeit in der Bibel vor (nichts über Atomkraftwerke, nichts über AIDS, nichts über PID und auch nichts über Gender und Harry Potter...). Aber genau der Bereich des zwischenmenschlichen Zusammenlebens ist neben unserem Leben und unserer Liebe zu Gott das Thema Nr. 1 in der Bibel. Und da sich der Mensch nur weitergebildet und eingebildet hat und nicht wirklich im Wesen verändert, gilt davon im Grunde noch alles. Ich finde die Bibel wesentlich realistischer als Pravo, VOX und ZDF zusammen.

Zum Schluss ein Trost: Du MUSST NICHT heiraten. Du kannst auch ehelos bleiben. Das ist die Alternative. Alles andere sind in meinen Augen nur Mogelpackungen - sorry.

Herzlich, Stephan.

stephan, 29.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 18/94

Antwortversuch I
@Evi:



zu 1.

Ich denke zumindest in "Mitteleuropa" haben wir schon seit historisch langer Zeit keine wirklich großen Kriege mehr gehabt, sieht man von kleineren Konflikten im Baskenland oder Nordirland mal ab. Es gibt also bei uns, wenn wir von unseren modernen (post-)industriellen Gesellschaften (so wie auch in den USA) keine Kriege mehr.

Für viele andere Teile der Welt muß die Frage nach dem Grad der Aufklärung (in unserem christlichen oder kantianischen Sinne) meiner Ansicht nach anders beantwortet werden.



zu 2.

Ich möchte den Wert der Bibel in Sachen Lebenserfahrung/-weisheit nicht bestreiten. Gerade in Büchern wie den Sprüchen oder dem Prediger steckt eine enorme Fülle an Beispielen und Ratschlägen für eine gelingende Lebensführung.

Aber was sagt die Bibel (vor allem im alten Testament) zu Themen wie der Gleichberechtigung der Frau? Ich glaube, da ist sie an vielen Stellen nicht nur überholt, sondern sogar offen sexistisch und intolerant - in solchen Fällen halte ich unsere heutigen Erkenntnisse zu solchen Dingen für ein weitaus größeres Wunder!

dasklischee, 30.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 19/94

Antwortversuch II
@ Evi:zu 3.

Müssen wir doch nicht dermaßen schwarz-weiß-malen, daß wir nur zwischen so extremen Polen wie Bravo und Bibel unterscheiden können.

Was hältst Du neben anspruchsvolleren "Ratgebern" zum Beispiel von der Lektüre des Korans oder der Weisheiten des Konfuzius?

Abgesehen davon geben mir andere Bücher, sagen wir von Hesse, Dostojewski oder Aitmatow ähnlich viel wie bestimmte Teile der Bibel. Und in der Qualität als Diskussionsgrundlage stehen sie ihr bestimmt in nichts nach (von der Umfassung nahezu sämtlicher möglicher Themenbereiche, wie sie die Bibel bietet, können wir ja wohl im Bezug auf eine bestimmte Diskussion absehen.



zu 4.

Ob man sich für ein Leben mit einem oder wechselnden Partnern je nach Lebensabschnitt entscheidet ist eine Frage der eigenen Offenheit für die Entscheidung zu einem mehr oder weniger flexiblen Lebensentwurf.

Ich denke, daß viele Menschen sich heutzutage ganz bewußt für die von dir beschriebene Ungewißheit entscheidenund sie nicht als "Bedrohung" sehen.

dasklischee, 30.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 20/94

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