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Sex vor der Ehe?!
Wie ist das nun eigentlich? Ist man als guter Christ dazu verpflichtet? Nach ausgiebigem Bibelstudium war mein ergebnis, dass Sex in die Ehe gehört. Aber was außerhalb ist, davon kein Wort. Und was hat: Du sollst nicht ehebrechen damit zu tun?
hippiekommune, 14.10.2003


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Antwortversuch III
@ Stephan:

Wie weiter oben schon angedeutet bin ich der Meinung, daß Gott nicht nur durch die Bibel, sondern durch sehr sehr viele Bücher zu uns spricht (Ob die Bücher anderer Religionen dazugehören, sollte man auch mal diskutieren. Wenn nicht, scheint es extrem viele Götter oder abert extrem viele Wahrheitsfanatiker zu geben.).

Und wenn ich die historischen Schilderungen des alten Testaments lese, in denen Gott seine Auserwählten in eine Schlacht nach der anderen führt und seine Gegner durch "sein Volk" bis auf den letzten Mann, sogar bis aufs letzte stück Vieh vernichten läßt, wird mir einfach nur noch schlecht! Heute würde man das, was da beschrieben wird, ethnische Säuberung oder Völkermord nennen. Und das wird im alten Testament noch verherrlicht!

Im Bezug darauf mangelt es an einer kritischen Betrachtung der Texte der Bibel, auch wenn diese Schilderungen genauso heute noch gelten.

Außerdem finde ich den Satz: "Ich finde die Bibel wesentlich realistischer als Pravo, VOX und ZDF zusammen.", ausgesprochen plakativ und undifferenziert.

Selbst die Vox-Nachrichten (Falls es sowas auf Vox gibt...) sind mit Sicherheit realistischer, als die oben angeführten gottgeführten Greuelbeschreibungen.

Noch eine Frage zum Schluß: Heißt ehelos bleiben für Dich automatisch partnerlos bleiben?

dasklischee, 30.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 21/94

bekenntnis teil 1
Wie verträumt, schwärmerisch oder fantastisch die einen, die anderen gleichwohl rationalistisch, nüchtern ja sogar pragmatisch, das, was sie, die einen wie die anderen, sich unter Ehe vorstellen mögen, sehen, es ist nicht zu leugnen, dass sich der Ursprung der Ehe in einer Zweckgemeinschaft, welche sich die Aufzucht des eigenen Nachwuchses zum Ziel gestellt hatte, findet, die wiederum nur so lange dauerte bis dass das Kinde laufen konnte, ergo circa vier Jahre.

Nachdem diese Zeit ihr Ende genommen hatte, gingen die Aufzieher, da nun der Grund ihres von der Natur erzwungenen Zusammenlebens nicht mehr gegeben war, scheidend auseinander und beide eines ihnen eigenen Weges.

In Agrargesellschaften (wohl durch eine beginnende individuelle Arbeitsteilung), die ja per definitione die Sesshaftigkeit des Menschen voraussetzen, kommt ein ganz neuer Grund für das Zusammenleben von Mann und Frau auf: das Erbe. Neunzig Prozent aller Agrargesellschaften regeln die Vererbung über die väterliche Linie (patrilineare Vererbung), lediglich zehn Prozent über die mütterliche (matrilineare Vererbung). Wie es zu diesem durchaus unausgeglichenen Geschlechterverhältnis gekommen ist, lässt sich für uns heute lebende Menschen kaum nachvollziehen. Tatsache ist: eine jede junge Frau musste in die Hütte eines jungen Mannes ziehen, meist nicht aus dem eigenen, sondern aus dem Nachbardorf, was der Knüpfung von dauerhaften wirtschaftlichen und sozialen Verbindungen der Dörfer untereinander führte.

schakanakum, 30.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 22/94

bekenntnis teil 2
Dabei war eigentlich in der gesamten Menschheitsgeschichte nie Liebe oder Sex als ausschlaggebender Fakt oder gar Grund für eine solche Beziehung im Spiel. Beides taucht erstmals für uns fassbar, in der griechischen Lyrik auf, im deutschsprachigen Raum erst im Mittelalter. Aber das Christentum ist auf schnelleren Schuhen nach Mitteleuropa gelangt, als die Liebespoesie.

Nun denke ich, dass es besonders und vor allem, eigentlich entscheidend mit der Sensibilität und der Bildung des einen wie des anderen Menschen zu tun hat, aus welchen Gründen der eine oder der andere auch immer sich für einen solchen festen Lebensbund entscheiden mag. Der eine, oder besonders, die eine jagt einem romantischen Traum nach wie in den schönen alten Dichtungen mit Rittern, Prinzessinen und Drachen; ein zweiter mag sich aus eher philosophischen Gründen auf der Suche nach der verlorenen Hälfte (wie Platons Zwitterwesen von Kronos dazu verdammt) befinden und wählt, wenn er sie endlich gefunden hat, diese als seinen Partner, den zu finden die größte Aufgabe seines Lebens sein kann, und dann bestimmt für immer; einem dritten mögen Reichtum und vornehmer Stand imponieren und er wird auch fündig bei der Suche nach demjenigen oder derjenigen Angebeteten und nennt es auch Liebe, obschon dem Romantiker unter uns diese Art von Hochachtung immer verschlossen bleiben wird, dennoch behaupte ich, dass auch dieses Liebe sein kann, vielleicht sogar in höherem Grade als bei den beiden zuerst erwähnten Charakteren; endlich achtet wieder ein anderer bei seiner Partnerwahl äußerst gründlich auf die körperlichen Vorzüge und Reize seines Gegenüber, dessen Geschicklichkeit im Austausch von Zärtlichkeiten und den sich daraus ergebenden Grade der leiblichen Genüsslichkeiten, auch dieser sollte nicht als ein zu Tadelnder oder Angeklagter vor dem Gerichte der Moral verurteilt werden, denn wenn wir es genau betrachten, dann steckt von allen vier hier beschriebenen Persönlichkeiten doch ein Stück in jedem von uns.

schakanakum, 30.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 23/94

Gleichberechtigung der Frau
@ dasklischee:

Warum springst du vom Alten Testament direkt in die heutige Zeit? Schau dir doch erstmal das Neue Testament an!

z. B. Epheser 5, 21-25: "Ordnet euch einander (!) unter ... Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter ... Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat (!) und hat sich selbst für sie dahingegeben ..." Das ist doch Gleichberechtigung pur!

evi, 30.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 24/94

Wie lange geht das gut?
@ dasklischee

Flexibilität ist heutzutage mehr gefragt denn je. Aber ich kann mir nicht vorstellen, wie das in einer Partnerbeziehung funktionieren kann. Weil: dann gibt es ja zwei Personen, die zur gleichen Zeit zur Erkenntnis gelangen müssen, daß das Ende des gemeinsamen Lebensabschnittes da ist. - Mit Kommunikation vielleicht noch machbar.

Aber wehe, es ist während der gemeinsamen Zeit ein Kind dazugekommen! Das kennt bzw. begreift solche neumodischen Begriffe wie Flexibilität noch nicht. Das Kind erfährt dann nur, daß es so etwas wie stabile, verläßliche Beziehungen nicht gibt und schließt dann für sich daraus, daß sich Mama/Papa ja auch von ihm trennen könnte, wenn sie auf einmal ihren "flexiblen Lebensentwurf" ändern. Vielleicht gibt es deshalb heutzutage so wenig Kinder: weil Flexibilität und Kind sich widersprechen!

Noch eine gewagte These: Vielleicht heißt Flexibilität ja auch ein ganzes Stück weit, Problemen aus dem Weg gehen zu können?! Wenn in der Partnerschaft Schwierigkeiten auftauchen, muß ich denen nicht begegnen, denn ich kann ja meinen Lebensentwurf einfach mal ein Stück verändern ... Wenn ich in meiner Gemeinde kein passendes Angebot für mich finde, gehe ich eben in eine andere, schließlich bin ich ja (auch dank Motorisierung) flexibel ...

evi, 30.10.2003, 10:10 Uhr
Antwort 25/94

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