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Gleichgeschlechtliche Liebe im Pfarrhaus
Ein homosexueller Pfarrer/eine homosexuelle Pastorin mit Lebenspartner/in im Pfarrhaus deiner Gemeinde - wäre das für dich OK?
elton, 08.11.2012


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Meine Antwort
Zuerst einmal zur Eingangsfrage: Ja, für mich wäre ein homosexuelles Pfarrerpaar im Pfarrhaus vorstellbar. Aber das war nicht immer so.
Als ich so ca. 16 Jahre alt war, habe ich die Bibel auch wörtlicher genommen. Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, aus dem Fundamentalisten aller Religionen keinen Deut von ihren Positionen abrücken können: Ich war mir meines Glaubens nicht so sicher, wie ich es heute bin. Um also nicht zu riskieren, dass ich mich in zentralen Glaubensinhalten vielleicht auch anderen Meinungen stellen muss, habe ich lieber alles so behauptet und geglaubt, wie es geschrieben steht. Heute bin ich weiter.

marek, 21.11.2012, 22:05 Uhr
Antwort 31/45

Bibelverständnis
Ich würde Gluehwurm und Scorpia wahrscheinlich schon recht geben, wenn sie sagen, Gott ist immer derselbe. Aber ich möchte hinzusetzen, dass die Art, wie Gott sich den Menschen offenbart und wie diese die Offenbarung verstehen eben mit den Jahren ändert. Vor 5000 Jahren wäre ein Gott, der sich über Feindesliebe offenbart überhaupt nicht vorstellbar gewesen. Und falls er es doch schon damals getan hat, haben es die Autoren des alten Testaments nicht so verstanden. Die haben Gottes Unterstützung eben darin gesehen, dass er sie beim Genozid ("den Bann vollstrecken") unterstützt hat. Solch eine Gottesoffenbarung wiederum ist heute nicht zu verstehen. Und in diesem Sinne ist es mir eben wichtig, die Bibel immer auch vor dem gesellschaftlichen Hintergrund ihrer Entstehungszeit zu sehen. Scorpia, findest du es in Ordnung, dass hier weibliche Personen schreiben (1. Kor. 14,34)?, wann hast du dein letztes Schnitzel gegessen (3. Mose 11, 7-8)? Warum sollten gerade die Aussagen zur Homosexualität in der Bibel nicht vor dem gesellschaftlichen Hintergrund der Zeit betrachtet werden? Du meinst, da hätte sich nichts geändert außer der Sexualisierung der Gesellschaft? Ich denke doch. Heute ist es z.B. wissenschaftlich erwiesen, dass Gott den Menschen eben nicht nur als Mann und Frau geschaffen hat (google mal "intersexualität"). Also braucht man heute keine Angst mehr vor der Abweichung von der Norm zu haben, weil diese Abweichung eben nicht Sünde ist, sondern auch als Gottes Schöpfung betrachtet werden kann.
marek, 21.11.2012, 22:06 Uhr
Antwort 32/45

Bibelaussagen
Dann will ich noch mal auf die dir, lilapause, angeführten Bibelstellen eingehen: Darunter finden sich nur zwei eindeutig negative in Bezug auf Beziehungen zwischen Schwulen. Der Rest betrifft negative Äußerungen zu sexualisierter Gewalt (v.a. gegenüber Kindern). Und als Krümelkacker muss ich noch hinzufügen: Es findet sich keine Bibelstelle, die sich negativ zu lesbischen Beziehungen äußert.
marek, 21.11.2012, 22:07 Uhr
Antwort 33/45

Ansprüche an den Pfarrer und Akzeptanz
Du, modernebauelemente, fragst nach den Ansprüchen an einen Pfarrer und triffst damit meiner Meinung nach genau den Punkt: Warum würde in der Fragestunde nach dem Probegottesdienst ein sich als homosexuell outender Pfarrer mit massiven Anfragen/Zweifeln an seinem Schriftverständnis konfrontiert werden, ein Pfarrer der sich als Schnitzelfan outet hingegen nicht?

Ich glaube die Akzeptanz des Pfarrers ist ein wichtiger Punkt, und aus diesem Grund halte ich auch den Beschluss der Synode unter den heutigen Bedingungen für gut und richtig: Wenn eine Gemeinde, die einen homosexuellen Pfarrer hat, geistig so weit ist, dass sie dessen sexuelle Ausrichtung und die biblischen Aussagen dazu vor dem Hintergrund heutigen Wissens betrachten kann, dann soll sie ihm auch das Zusammenleben mit seinem Partner ermöglichen dürfen. Wenn die Gemeinde geistig nicht so weit ist, dann muss der Pfarrer eben auf seine (ich sag jetzt mal provokativ:) glaubensschwächeren Brüder und Schwestern Rücksicht nehmen und im Pfarrhaus solo bleiben.

marek, 21.11.2012, 22:08 Uhr
Antwort 34/45

@marek
Meinst du Gott hat sein Volk nur deswegen beim "Genozid" unterstützt, weil er sich nicht anders offenbaren konnte?
Ich meine nur das ich eine potentielle Gefahr darin erkenne, wenn man anfängt alles in der Bibel symbolisch zu sehen oder versucht so zu deuten wie es einem am angenehmsten ist.
Zu den zwei Bibelstellen: 1.Kor. 14,34 sollte man wirklich im historischen Kontext sehen. Wobei die Frage nach der Unterordnung auch ein sehr interessantes Diskussionsthema ist. Zum 3.Mose 11,7-8 möchte ich nur sagen: "Petrus aber sprach: O nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas Verbotenes und Unreines gegessen. Und die Stimme sprach zum zweiten Mal zu ihm: Was Gott rein gemacht hat, das nenne du nicht verboten." (Apostelgeschichte 10,14-15)
Ist der Tumor auch von Gott gegeben oder der Knochenkrebs oder vererbungsbedingte Krankheiten? Sind denn alle "Abweichungen von der Norm" gut? Die Frage zielt weniger auf eine konkrete Antwort ab, sondern eher auf die allgemeine Frage: Ist denn jede "Veränderung" im Menschen von Gott gegeben? Ist Gott wirklich der Auslöser für die Intersexualität?
Ich möchte noch etwas betonen. Ich bin nicht gegen Homosexuelle. Ich bin gegen Homosexualität. Von mir aus kann ein homosexueller Pfarrer mt seinem Partner im Pfarrhaus wohnen. Ich denke nur, dass sich das Amt nicht gut mit der Homosexualität verträgt.

scorpia, 22.11.2012, 11:55 Uhr
Antwort 35/45

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