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Bin Ladens Tod
Ich gestehe, dass ich mich auf die Nachricht über Osama Bin Ladens Tod hin so richtig von Herzen gefreut habe. Und ich bin sicher, ich werde mich ebenso freuen, wenn die Taliban besiegt sein werden und wenn Mahmud Ahmadinedschad seine Macht verliert. Aber auch wenn Ahmadinedschad getötet wird, wird mich das sehr freuen.

What do you make of it? Was haltet ihr davon? Ehrt es einen guten Christen, sich über den Tod von Mördern zu freuen? oder haltet ihr das für sündhaft?

Meine Meinung jedenfalls steht fest: Es hätte sich schon längst gehört, dass er getötet wird, insoweit es nicht möglich war ihn lebendig zu fassen. Natürlich hätte ich eine Gefangennahme einer Tötung vorgezogen. Auch, weil das bedeutet hätte, dass er sich hoffentlich hätte in Den Haag verantworten müssen. Dennoch: Mein Herz freut sich und ich preise den Herrn.
schakanakum, 02.05.2011


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Achso.. und:

Osama Bin Laden und Hitler zu vergleichen..

..oder die weiße Roße und irgendwelche tötungsgeilen Sondereinheiten..

..das ist finde ich bisschen weit hergeholt.



Und was bitte hat hier James Bond verloren?

-.-

tilli, 03.05.2011, 22:55 Uhr
Antwort 16/38

@ bonnie96
Ja. Stimmt. So ist es immer, dass sich beide Seiten für die Guten halten. Das ist auch Propaganda. Jedoch muss ich das Argument heftig kritisieren: Erstens gibt es meiner Meinung nach durchaus einen Unterschied zwischen Gut und Böse, und zweitens halte ich es für schlicht falsch, den Abwurf der Atombombe im 2. Weltkrieg gegen die Japaner in die Diskussion um Al Qaida einzubeziehen:

1. Das Böse besteht meiner Meinung nach tatsächlich im Ausüben von Terrorakten, denn das richtet sich sowohl gegen göttliche wie irdische Gerechtigkeit. Ein Dschihad ist nicht mit Gottes Recht begründbar, er widerspricht ihm, denn Gottes Recht gründet auf Toleranz und Respekt, sowohl im Christentum wie im Islam. Ein Dschihad ist ganz zweifellos auch nicht mit Menschenrecht begründbar, denn auch dies gründet auf Toleranz und Respekt.

2. Dass die Amerikaner ihrerseits in Japan, Vietnam und im Irak auch gegen Menschen- und Gottesrecht verstoßen haben, steht außer Frage. Das liegt sicher auch an mangelndem Respekt und Toleranz, den die Amerikaner anderen Kulturen entgegenbringen, unbestritten. Aber die Amerikaner hatten keinen einzigen Afghanen getötet, als Osama Bin Laden von diesem Land aus 1991 den Dschihad gegen die USA ausgerufen und begonnen hat. Das war also eindeutig ein Angriff auf Amerika. Niemand kann und darf sich so etwas gefallen lassen. Da finde ich es unangebracht, die andere Wange hinzuhalten.

3. Dein Argument zur Tötung des Mörders ist jetzt sehr allgemein gehalten. Ich hatte ja explizit über einen Prozess der Ermordung gesprochen, wie z.B. einen Amoklauf, hier eine fortgesetzte Folge von Terrorakten. Und das ist ja durchaus vergleichbar, Amok und Terror.

Um einmal von der Theorie fortzukommen... jedenfalls stellt sich für mich die Frage: Wenn es stimmt, dass das Morden nicht aufhört – wovon ich ausgehe, denn Mahmud Ahmadinedschad unterstützt zweifellos den Terror im Irak und Israel, wenn nicht weltweit – wie würdest Du das Töten stoppen?

schakanakum, 04.05.2011, 11:25 Uhr
Antwort 17/38

@ tilli
1. „niemandem das Recht gibt, einfach einen Menschen zu töten“
Aber wer gab Bin Laden und seinen Anhängern das Recht zu töten?

2. „Was nehmen sich die Amerikaner heraus“
Sie verteidigen ihr Leben, und nicht nur ihres. Natürlich hätte er besser vor Gericht gestellt werden sollen. Aber ich denke, vor allem musste dieser Spuk beendet werden. Da galt es ihn zu fassen, ob tot oder lebendig. Und es geht uns verdammt nochmal alle an, wenn jemand in Pakistan sitzt und Befehle gibt, Menschen in Nairobi, Sansibar, New York, Madrid, London, Bombay, Karachi, Marrakesch usw. (eine endlose Liste) zu ermorden.

3. Verschwörungstheorien über eine Nicht-Existenz Bin Ladens oder eine Inszenierung des 11. September sind ziemlich absurd und einfach widerlegbar, weshalb ich es jetzt auch gar nicht erst tun werde. Das haben schon genügend andere getan.

4. Ich fand nicht, dass es das schlimmste oder das allerletzte war, ihn zu töten. Es war sicher nicht löblich oder ehrenhaft, aber vielleicht das einzig Mögliche.

5. Die Regierung der USA berät bereits über „Beweise“ für die Ermordung Bin Ladens.

6. Was ist am Vergleich Bin Ladens mit Hitler auszusetzen?

7. Ich habe nie die Weiße Rose mit „tötungsgeilen“ Sondereinheiten verglichen. Dass Du ihnen „Tötungsgeilheit“ vorwirfst, ist allerdings ein Zeichen von Intoleranz Deinerseits. Oder kennst du diese Leute persönlich?

8. James Bond passt geradezu hervorragend, denn er verkörpert genau die Person, die in das Haus des Terrorchefs hineingeht und ihn mit einer gezielten Kugel tötet. Das interessante am Vergleich ist, dass James Bond dafür geliebt wird, weltweit, reale Agenten und Spezialeinheiten niemals diese Verherrlichung erfahren, im Gegenteil.

Vor wenigen Wochen hat übrigens eine französische Spezialeinheit in der Elfenbeinküste Laurent Bagbo verhaftet und damit einen monatelangen Bürgerkrieg in diesem Land beendet. Die Leute in der Elfenbeinküste sind sehr dankbar und froh dafür, wie ja auch die Leute in Afghanistan dankbar und froh sind für den Tod Osama Bin Ladens, wie ja auch meine Uromi dankbar und froh war, als Hitler tot war.
Es ist meiner Ansicht nach ein bisschen wie bei Polizisten und normalen Soldaten. Sie setzen ihr Leben auf’s Spiel und wir bezeichnen sie als Mörder. Das ist nicht fair. Mag sein, dass es mordlustige und sadistische Soldaten und Polizisten gibt, und das überall, klar. Aber die sind ja auch die Schande ihrer Berufsgruppe.

schakanakum, 04.05.2011, 11:51 Uhr
Antwort 18/38

P.S.
nochmal @ tilli:

Jetzt hatte ich fast vergessen:

Klar. Auch ich denke, dass die Ermordung Osama Bin Ladens gut in das Wahlkampfkonzept Barak Obamas passt. Es scheint mir sogar ziemlich erwiesen, dass er das benutzt hat. Immerhin war der Aufenthaltsort Bin Ladens dem CIA schon seit Monaten bekannt. Aber das heißt noch lange nicht, dass Bin Laden nicht eine Bestrafung verdient hatte, früher oder später.

Ich bin auch ein Verfechter der Ansicht, dass er nicht mehr der operativ wichtigste Mann war. Sonst wäre es den Amerikanern kaum möglich gewesen, ihm endens so einfach auf die Schliche zu kommen. Sein neuer Wohnsitz bei Islamabad deutet doch sehr auf Ruhestand hin.
Aber als Identifikationsfigur wirkte er doch hauptsächlich integrativ für die Antiamerikaner, Antidemokraten und "Antichristen" unter den Muslimen.

schakanakum, 04.05.2011, 12:04 Uhr
Antwort 19/38

ich schließe mich an...
osama bin laden war ohne zweifel das gesicht des terrors. dafür haben die usa schon gesorgt und, wie man sieht, hat sich's sogar nochmal für einen präsidenten richtig ausgezahlt, so eine person auf der welt zu haben...ist schon komisch, dass jemand, der vom cia gesucht wird, solange von einer strafe fern bleibt und just im augenblick eines umfragetiefs des mrPresident einem von Obama "geleiteten" mordkommando zum opfer fällt. schon schlimm, sowas...und ich schließe mich denen an, die die von amerika verbreitete rolle bin ladens anzweifeln. das alles kommt mir irgendwie äußerst unglaubwürdig vor,

doch wird der tod von osama bin laden zu einer verringerung der terroraschläge in der welt führen? sicher nicht. einige haben's ja schon gesagt, dass dieser zuletzt eine sehr unwichtige rolle in der ausführenden gewalt der al qaida gespielt haben muss. und die idee eines islamischen gottesstaates wird sich so schnell nicht aus den köpfen vertreiben lassen. aber al qaida könnte in zukunft schwierigkeiten haben, neue anzuwerben. ohne leitfigur ist sowas immer schwierig, aber ich denke, die al qaida wird da schon ersatz finden.

ich denke, man kann das töten ausgehend von terroristen nicht mit ethisch vertretbaren mitteln stoppen. und dazu gehört eben auch ein gerichtsprozess, denn so einer hätte sicher das gegenteil behauptet. die durchaus fähigen richter von den haag hätten bestimmt nicht verhindern können, dass al qaida den prozess für werbezwecke nutzen würde.

das humanistische und soziale leben hat halt sackgassen in seiner realen durchführung.

die frage, ob es einen guten christen ehrt, sich über den tod eines mörderers zu freuen finde ich quatsch - natürlich nicht! sich über tod zu freuen ist immer etwas unfortschrittlich unchristliches, esseidenn der tod war für den betreffenden etwas erlösendes.

undecided, 04.05.2011, 17:20 Uhr
Antwort 20/38

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