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Bin Ladens Tod
Ich gestehe, dass ich mich auf die Nachricht über Osama Bin Ladens Tod hin so richtig von Herzen gefreut habe. Und ich bin sicher, ich werde mich ebenso freuen, wenn die Taliban besiegt sein werden und wenn Mahmud Ahmadinedschad seine Macht verliert. Aber auch wenn Ahmadinedschad getötet wird, wird mich das sehr freuen.

What do you make of it? Was haltet ihr davon? Ehrt es einen guten Christen, sich über den Tod von Mördern zu freuen? oder haltet ihr das für sündhaft?

Meine Meinung jedenfalls steht fest: Es hätte sich schon längst gehört, dass er getötet wird, insoweit es nicht möglich war ihn lebendig zu fassen. Natürlich hätte ich eine Gefangennahme einer Tötung vorgezogen. Auch, weil das bedeutet hätte, dass er sich hoffentlich hätte in Den Haag verantworten müssen. Dennoch: Mein Herz freut sich und ich preise den Herrn.
schakanakum, 02.05.2011


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Anmerkung zu Gottesurteil
Ich möchte noch etwas zu deinem letzten Abschnitt sagen. Natürlich ist es wichtig, dass für Recht und Ordnung durch die entsprechenden Organe gesorgt wird. Natürlich muss und darf ich mich verteidigen können. Aber gezielt auf Menschenjagd zu gehen, ist für mich wieder etwas anderes. Außerdem kann ich beim besten Willen, egal wer stirbt, keine Freude über den Tod eines anderen empfinden.
bonnie96, 03.05.2011, 12:30 Uhr
Antwort 6/38

Tod und Tötung
Ein Mensch stirbt. Alle Menschen sterben früher oder später. Der Tod ist also etwas ganz Natürliches. Anders verhält es sich jedoch, wenn der Tod durch andere Menschen gezielt herbeigeführt wird. Das widerspricht dem Recht eines jeden Menschen auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Gibt es nun also einen Unterschied, ob eine Terrororganisation gezielt durch Anschläge Menschen tötet, ob ein verwirrter Einzeltäter Amok läuft oder ob die größte Supermacht der Welt mit einer Spezialeinheit einen Terroristenchef ins Jenseits befördert? Tötung bleibt Tötung- freuen kann ich mich darüber nicht. Denn das Töten eines anderen Menschen ist in keinem Fall gerechtfertigt, egal wieviel Schuld der- oder diejenige trägt.

Die Diskussion erinnert ein bisschen an das Dilemma, in welchem sich Dietrich Bonhoeffer befand- soll man einen Tyrannen oder Massenmörder nicht besser töten, bevor er noch mehr Unheil anrichtet?

modernebauelemente, 03.05.2011, 12:41 Uhr
Antwort 7/38



zu: live and let die

Ein James-Bond-Zitat. Wie passend. :) Mal ehrlich... was empfindest Du, wenn James Bond dem Bösewicht, der die Welt bedroht endlich doch noch den Gar aus macht, nachdem einige Anschläge auf sein Leben Gott sei Dank schief gegangen sind. Und da fiebern wir ja immer mit. Auch wenn es nur Literatur ist. Oder etwa nicht?

Zugegeben... auch mir ist bei dem Gedanken an Bin Ladens Tod heute nicht unbedingt gut zu Mute. Aber dennoch denke ich, dass es besser ist so.

Tyrannenmord:
Und ja: Ich denke schon, dass diese "Zahlenspielerei" einen Sinn hat. Wenn ich die Möglichkeit und den Mut hätte, würde ich den Tyrannen töten. Immer. Das ist einfach eine Frage des Anstands für mich. Des Anstands gegenüber den Opfern.

Ich denke aber nicht, dass ich den Mut hätte. Ich bewundere Stauffenberg und den Uhrmacher aus München für ihre mutigen Versuche. Und da geht es übrigens genau darum, Faschismus abzuwehren. Wer Faschisten tötet wird ja nicht automatisch selbst zu einem.

Aber ehrlich gesagt, würde ich wohl nicht einmal die Traute haben in der Weißen Rose mitzumachen. Ich würde aber auch nicht in einem Unrechtsstaat leben wollen. Ich würde auswandern.

schakanakum, 03.05.2011, 13:05 Uhr
Antwort 8/38

Tötung ist keine Lösung
Sorry, tut mir leid. Leider bin ich kein Bond-Fan:(
Na klar fiebert man mit, aber das ist doch nicht mit dem realen Leben vergleichbar! In einem Slapstick lache ich auch, wenn jemand die treppe runterfliegt. Würde ich das in der Realität auch machen??? Nein!! Also ist das für mich kein Argument.
Nein, jetzt mal im Ernst. Denkst du ernsthaft, dass diese "Zahlenspielerei" gerechtfertigt ist? Ab welcher Zahl gibt es denn dann die Todesstrafe. Sind 10 noch zu wenig oder doch schon zu viel?
Und...ist den Opfern mit dem Tod desjenigen denn geholfen?? Was haben sie denn davon? Lebendig werden sie nicht mehr.

bonnie96, 03.05.2011, 13:57 Uhr
Antwort 9/38

zahlenspiele
Schade. Ich bin großer Bond-Fan. Und ich lach auch manchmal in Realität, wenn jemand ungeschickt hinfällt oder so. Das sieht manchmal einfach lustig aus. Natürlich lache ich nicht mehr, wenn es wirklich schlimm ist. Aber ich denke auch ein gebrochener Arm erträgt sich mit Humor besser als ohne.

Ob das allerdings auch für den Tod der geliebten Angehörigen gelten kann? Da scheint es bei mir auch so eine Grenze zu geben. Ich meine, der Tod meines Opas z.B. hatte (ohne das jetzt darstellen zu wollen) an sich irgendwie eine komische Komponente. Dennoch bin ich äußerst traurig, dass ich ihn nicht mehr habe.

Selbst wenn nun mein Opa bei einem Terroranschlag ums Leben gekommen wäre, macht die Vergeltung ihn nicht lebendig. Und das ändert sich auch nicht mit der Zahl der Opfer.

Jedoch will ich jetzt mal einen materiellen Vergleich bemühen, der mag zynisch und unmenschlich klingen: Nehmen wir Fukushima. Wenn man nicht alles tut, und sogar Menschenleben opfert, den GAU dort einzudämmen, werden die Folgen unabsehbar und unberechenbar viele Menschen daran sterben. Weltweit! Es ist also ein mörderischer Prozess, der im Gang ist. Und ich denke, dass dieses Argument bei dem von dir zurückgewiesenen Zahlenspiel eine große Rolle spielt. Wenn man einen so mörderischen Prozess aufhalten oder eindämmen kann, so muss man es tun, auch wenn es Menschenleben fordert.

Das ist für mich auch keine rein mathematische Gleichung, sondern ein Naturgesetz: Osama Bin Laden und die Personen, die sich in dem Haus in Pakistan befanden, sowie all die Menschen, die auf deren Seite kämpften und starben, müssen ihr Leben geben, welches Sie verwirkt hatten in dem Moment, als sie begannen im Namen Gottes Unschuldige zu töten; dafür wird das Leben wirklich Gottesfürchtiger Menschen, die nicht in der Welt rumbomben, erhalten.

schakanakum, 03.05.2011, 15:41 Uhr
Antwort 10/38

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