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"Christlicher Kulturschock"
Hallo ihr Lieben,
ich hab da mal ne Frage...
Kurze Vorgeschichte: Ich bin seit neun Monaten als Jugendarbeiter in England und mache da meinen Europaeischen Freiwilligendienst. Ich bin also waehrend meiner Zeit hier mit Christen aus vielen verschiedenen Orten (anderen Teilen Deutschlands, Irland, Grossbritannien, Oesterreich, Spanien, USA,...) ins Gespraech gekommen und mir ist Folgendes aufgefallen: Egal, wo diese Leute aufgewachsen sind, fuer sie war klar, dass man als Christ erst in der Ehe Sex hat und nach der Hochzeit zusammenzieht. Als ich dann erzaehlt hab, dass das bei uns nicht so ist und hier fast alle christlichen Paare zusammenwohnen, bevor sie heiraten, wurde ich oft mit tennisballgrossen Augen angestarrt. Ich moechte an dieser Stelle betonen, dass ich keine Diskussion darueber anzetteln will, ob man als Christ vor der Ehe miteinander schlafen oder ob man vor der Hochzeit zusammenziehen sollte, sondern ich moechte wissen, warum ich damit nicht frueher konfrontiert wurde.

Meine Fragen sind also: Warum sind wir so "anders" was das anbelangt im Vergleich zu anderen Christen? Sind die anderen Christen "extrem", wenn sie mit Sex und Zusammenziehen bis zur Ehe warten? Warum wird ueber diese Themen nicht im Konfirmandenuntericht gesprochen? (Wurde zumindest in meinem nicht erwaehnt...) Was sagt die Landeskirche zu diesem Thema? Ist es vielleicht im Hintergrund allen klar und die "Erwachsenen" schieben die Verantwortung zwischen Eltern, Pfarrern und Gemeindepaedagogen hin und her?
Das wuerde mich wirklich mal interessieren. Freu mich auf eure Antworten!
Liebe Gruesse aus London von eurer Maggie
aerztemaggie, 15.06.2012


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Hintergrund meine Frage
Lieber Christoph und alle Diskutierenden,

danke erstmal fuer eure rege Teilnahme an dieser Diskussion.
Der Hintergrund meiner Fragen ist folgender:
Ich hatte durch die zahlreichen Gespraeche mit Christen aus aller Welt und aus viele Konfessionen (Baptisten, Anglikaner, Methodisten, Katholiken, Protestanten, Pfingstler,...)den Eindruck gewonnen, dass unser kleines Grueppchen Christen (damit meine ich den Kirchenbezirk, also die Leute, mit denen ich aufgewachsen bin) die absolute Ausnahme bildet, weil fuer uns im Gegensatz zu all meinen Gesparaechspartnern nicht der Grundsatz "Kein Sex vor der Ehe" gilt. Fuer mich klang es in den letzten 9 Monaten so, dass dieses Prinzip eigentlich zu den Grundprinzipien des christlichen Glaubens gehoert und wir da irgendwas verpasst haben, denn hier hab ich maximal von Leuten die zugezogen sind gehoert, dass sie mit dem Sex bis zur Hochzeit warten. Und ich hab mich ploetzlich gewundert, warum dieses Thema ueberhaupt nicht angesprochen wird in Konfigruppen, JGs, usw.
Warum die Landeskirche da fuer mich eine Rolle spielt, hat nichts damit zu tun, dass ich denke, dass alle Christen gleich denken und handeln sollen. Ich frage mich nur, ob die Landeskirche dazu eine Meinung hat, denn anscheinend ist das Ganze ja ein Thema, das sehr viel mit Christenheit zu tun hat. Und ich frage mich, falls die Landeskirche diesen Grundsatz beherzigt, also der Meinung ist, dass Christen keinen Sex vor der Ehe haben sollte: Wo ist dann das "fehlende Glied in der Kette", also wer hat dann verpasst, mit der Jugend darueber zu sprechen? Eltern, Pfarrer, Jugendpfarrer, Gemeindepaedagogen...?

Es bleibt spannend!

aerztemaggie, 21.06.2012, 18:13 Uhr
Antwort 31/62



keine lücke

mir ist nicht klar, warum gott wollen soll, dass ich keinen sex vor der ehe habe. für mich hat das nichts mit christsein zu tun. und vielleicht sollten wir uns über die begriffe sex und ehe auch klar werden. ich denke, da gibt es differenzen.

@maggie: in meiner jg-zeit haben wir über dieses thema gesprochen. und auch durch den kontakt mit anderen christen, die diesen grundsatz vertreten, kam das thema zur sprache. ich habe keine lücke in der kette erlebt.

eiscreme, 21.06.2012, 18:51 Uhr
Antwort 32/62

@eiscreme
Oh, das fetzt ja, dass ihr darueber gesprochen habt! Was wurde denn da fuer eine Meinung vertreten bzw. mit welcher Intention wurde das Thema angesprochen, wenn ich fragen darf?
aerztemaggie, 21.06.2012, 23:44 Uhr
Antwort 33/62

Rechtfertigung
Wow, ich habe mit meinem Kommentar für einen ziemlichen wirbel gesorgt, deshalb will ich das mal klar stellen: Ich meinte nicht, dass man die Bibel ohne Rücksicht auf den Kontext wörtlich nehmen muss. Was ich sagen wollte ist: Soweit ich es erlebt habe wird sehr viel um den heißen Brei herumgeredet, damit man ja keine heiklen Themen anspricht. Mit "Gottes ungefiltertem Wort" meinte ich, dass man die Grundaussage der Bibel ohne Abstriche verkünden sollte, also klar die biblische Meinung in Bezug auf Sex vor der Ehe, Abtreibung, Homosexualität und dergleichen bekennen sollte. Ohne dass wir etwas sagen, sagt nähmlich Niemand etwas.
ruprecht, 22.06.2012, 18:17 Uhr
Antwort 34/62

-.-
um auf die Grundfrage zu antworten...
Das Thema kein Sex vor der Ehe ist ein Thema welches schon sehr persönlich ist. So lange der "Glaube an sich" nicht so wichtig genommen wird spielt das Thema in einem Christlichen Rahmen kaum eine Rolle. Das heißt, wenn man Gott nicht als einen sehr wichtigen Punkt in seinem Leben sieht, wird man sein Sexualleben eher nicht nach Gott und der Bibel ausrichten.
Als Beispiel: in einem Christlichen Chor der auch immer im Gottesdienst singt steht Gott nicht automatisch im Mittelpunkt und dort wo ich war wurde das Thema Sexualität nie angesprochen.

Dann kann es auch noch sein, dass manche eine Art Privatsphäre haben, auch vor Gott. In diese Privatsphäre fällt dann auch das Thema Sexualität. Man will sich nicht abhängig machen.
Im Grunde fällt das dann in die Kategorie "zu-bequem".


Und dann sollte man eventuell den Begriff Ehe nochmal genau klären.
Ich weiß zwar die Bibelstelle nicht... aber ist es nicht so, dass man vor Gott verheiratet ist sobald man miteinander geschlafen hat.
Und ist die Ehe vor Gott gleich zu setzen mit der Ehe in der Kirche ???

Und gibt es nicht Menschen die dann eher Heiraten, damit sie miteinander schlafen "dürfen" ??

so als letzten Aspekt möchte ich noch die Zeit erinnern in der die Bibel geschrieben wurde... zu dieser Zeit hat man viel früher geheiratet, man ist aber auch schon viel früher gestorben.
Der Anspruch einer Familie war der andere, und Familien wurden wesentlich eher als heute gegründet. und damit wurde auch früher geheiratet.

heinrich, 23.06.2012, 3:08 Uhr
Antwort 35/62

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